Weiterführende Schulen Digitales Werkzeug unterstützt „Lernen zuhause“

Die virusbedingten Einschränkungen des Präsenzunterrichtes in Bayern erfordern neue Wege beim „Lernen zuhause“
Die virusbedingten Einschränkungen des Präsenzunterrichtes in Bayern erfordern neue Wege beim „Lernen zuhause“

Das „Lernen zuhause“ macht den Einsatz digitaler Kommunikationswege erforderlich, um den Kontakt mit Schülerinnen und Schülern sowie deren Erziehungsberechtigten aufrechtzuhalten. Nun steht den bayerischen Schulen hierfür ein neues Onlinetool zur Verfügung.

Um den Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften auch während der derzeitigen virusbedingten Einschränkungen im Schulalltag sicherzustellen, steht allen weiterführenden Schulen in Bayern ab sofort neben mebis – Landesmedienzentrum Bayern auch die Videokonferenz-, Chat- und Cloudspeicherfunktionen von Microsoft Teams for Education zur Verfügung. Damit können verschiedene Kommunikationswege innerhalb eines Klassenverbandes eröffnet, Dateien in Kursräumen ausgetauscht, Dokumente gemeinsam bearbeitet, Aufgaben gestellt und individuellen Rückmeldungen gegeben werden.

Welche Schulen können das Angebot nutzen?

Da der Unterrichtsbetrieb auch in den kommenden Wochen nicht unter Normalbedingungen stattfinden wird, bietet das Staatsministerium den weiterführenden Schulen die Möglichkeit des temporären Einsatzes von Microsoft Teams for Education als mebis-ergänzendes digitales Werkzeug.

Das Kommunikationstool soll zunächst und insbesondere denjenigen Schulen möglichst rasch verfügbar gemacht werden, die derzeit noch nicht über eine entsprechende Kommunikationslösung zur Bewältigung der spezifischen Herausforderungen des „Lernens zuhause“ verfügen.

Alle weiterführenden Schulen, die das Angebot nutzen möchten, können sich hierfür im Bayerischen Schulportal registrieren.

Die Nutzung des vom Staatsministerium bereitgestellten digitalen Kommunikationswerkzeugs einschließlich begleitender zentraler Supportdienstleistungen steht den Schulen frei. Schulen können bei Bedarf auch auf alternative digitale Kommunikationswerkzeuge zurückgreifen, sofern die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Hinweise hierzu finden Sie hier.

Derzeit werden darüber hinaus intensive Überlegungen angestellt, um zeitnah auch eine auf den Grundschulbereich zugeschnittene Kommunikationslösung bereitzustellen

Welche Funktionen stehen zur Verfügung?

Teams in der bereitgestellten Konfiguration eröffnet Möglichkeiten zur

  • Gruppen- und 1:1-Kommunikation mittels einer Chat-, Telefon- und Videokonferenz-Funktion,
  • Kommunikation via E-Mail unter den Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern ausschließlich innerhalb einer Schule („closed campus“),
  • Einwahl per Telefon, um so auch diejenigen Schülerinnen und Schülerinnen einbinden zu können, die nicht über die nötige Geräteausstattung oder Internetanbindung verfügen,
  • Bereitstellung von Dateien in Kursräumen,
  • Gemeinsame, gleichzeitige Bearbeitung von Dokumenten,
  • Nutzung von Office-Produkten (Teams, Word, Excel und Power-Point) online oder mit App sowie
  • Stellung und Bearbeitung von (Online-)Aufgaben mit Feedback-funktionen.

Welche Schritte sind erforderlich, um das Angebot nutzen zu können?

Die Bereitstellung der Schulinstanz für Teams in der vorgesehenen Konfiguration wurde anwenderfreundlich gestaltet und erfolgt nach der Registrierung im Schulportal weitgehend durch einen Dienstleister.

Ein Leitfaden für die erforderlichen Schritte, um das Angebot nutzen zu können, finden Sie hier.

Was ist mit Blick auf den Datenschutz zu beachten?

Um einen möglichst datenschutzfreundlichen Einsatz von Teams zu gewährleisten, sind folgende Punkte zu beachten:

  • Dem vom Staatsministerium bereitgestellten Angebot liegt ein datensparsames Konfigurations-Setting von Teams zugrunde.
  • Die Daten im Cloudspeicher werden verschlüsselt abgelegt.
  • Die Nutzung der Anwendung ist ausschließlich für die Erfüllung des pädagogischen Auftrags der Schule in Zeiten der Corona-bedingten Unterrichtsbeeinträchtigungen vorgesehen. Insbesondere ist die Anwendung nicht für Prozesse der Schulverwaltung oder die Privatkommunikation vorgesehen.
  • Jede Schule entscheidet selbst, ob sie das Angebot nutzen möchte. Sie bleibt bei der Nutzung verantwortlich im Sinne des Datenschutzrechts („Herr der Daten“). Wenn sich eine Schule für die Nutzung entscheidet, ist die Beteiligung für Schülerinnen und Schüler nur auf freiwilliger Basis vorgesehen und möglich.
  • Unabhängig davon, welche digitalen Werkzeuge eingesetzt werden, sind auch geeignete alternative Kommunikationswege vorzusehen, um denjenigen Schülerinnen und Schülern eine Teilhabe am „Lernen zuhause“ zu ermöglichen, denen das jeweilige Kommunikationswerkzeug generell oder zeitweilig nicht zur Verfügung steht oder die von der Beteiligung an einem freiwillig zu nutzenden Kommunikationsangebot keinen Gebrauch machen (z. B. Versand von Lernmaterialien per E-Mail sowie Erreichbarkeit per E-Mail oder Telefon).
  • Die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Teams erfolgt auf Grundlage einer (freiwilligen) Einwilligung der Betroffenen (Art. 6 Abs. 1 Buchst a DSGVO). Schülerkonten können demzufolge nur dann erstellt werden, wenn die Schülerinnen und Schüler bzw. bei unter 18-Jährigen deren Erziehungsberechtigte den Nutzungsbedingungen zustimmen und ihr Einverständnis in die Datenverarbeitung erklären. Bei Schülerinnen und Schülern zwischen 14 und 18 Jahren ist sowohl die Zustimmung der Erziehungsberechtigen als auch der Schülerin bzw. des Schülers erforderlich. Die Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.
    Eine Vorlage für die Einwilligungserklärung samt Begleitschreiben für Erziehungsberechtigte und Schülerinnen und Schüler (einschließlich Nutzungsbedingungen und Informationen zur Datenverarbeitung nach Art. 13 DSGVO) kann hier heruntergeladen werden.
  • Eine Vorlage für Nutzungsbedingungen für Lehrkräfte steht hier zur Verfügung.
  • Die Ausgestaltung einzelner Vertragsbedingungen der Fa. Microsoft, die auch für Teams gelten, wird derzeit von Datenschutzaufsichtsbehörden geprüft. Das vorliegende Angebot für die Schulen ist auch deswegen konsequent auf die erforderlichen Komponenten beschränkt, gibt eine datenschutzfreundliche Konfiguration zwingend vor und steht nur für die Zeit der COVID-19-bedingten Unterrichtsbeeinträchtigungen sowie auf freiwilliger Basis zur Verfügung.
  • Teams kann über den Internetbrowser genutzt werden. Alternativ stehen den Nutzerinnen und Nutzern auch entsprechende Apps zur eigenverantwortlichen Installation und Nutzung zur Verfügung.
  • Zur Dokumentation der mit dem Videokonferenzwerkzeug verbundenen temporären Verarbeitungstätigkeit an der Schule wird empfohlen, dass die Schulen folgende Unterlagen ihrem Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten hinzufügen (Art. 30 DSGVO):
  • Weitere allgemeine Hinweise zum Einsatz von Videokonferenzsystemen bei Corona-bedingten Lernen zuhause finden Sie hier.

Unterstützungsangebote

An dieser Stelle werden wir Ihnen in Kürze Verweise auf Unterstützungs- und Beratungsangebote zur Verfügung stellen:

  • Zur Registrierung und Accountpflege für Schulleitungen sowie Systembetreuerinnen und Systembetreuer
  • Anleitungen zur Nutzung wesentlicher Funktionen aus Lehrersicht
  • Anleitungen zur Nutzung wesentlicher Funktionen aus Schülersicht.


Im mebis Infoportal beleuchtet das Schwerpunktthema „Lernen zuhause mit digitalen Werkzeugen“ methodisch-didaktische und organisatorische Fragen im Kontext der Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern sowie der Gestaltung von Lernsettings in Zeiten der Pandemie-bedingten Unterrichtsbeeinträchtigungen.

Auf den Seiten der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen finden Sie produktbezogene Schulungsmaterialien und Hinweise zu praxisorientierten Fortbildungsveranstaltungen zum Einsatz von Teams beim Lernen zuhause.

Beratung

Für mögliche Rückfragen steht Ihnen die vom Kultusministerium eingerichtete Telefon-Hotline zur Verfügung, die Schulleitungen, mebis-Koordinatorinnen und Koordinatoren, Systembetreuerinnen und Systembetreuer sowie Lehrkräfte in Fragen bzgl. des Einsatzes von mebis sowie alternativer digitaler Werkzeuge berät. Die Hotline ist von Montag bis Donnerstag, 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr, sowie am Freitag von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr unter der Telefonnummer 089/69 333 555 erreichbar.

Weitere Informationen

Teilen in sozialen Medien

Datenschutzhinweis
Wenn Sie unsere Meldung teilen, werden Informationen über Ihre Nutzung des Social-Media-Kanals an den Betreiber übertragen und unter Umständen gespeichert.
Informationen zum Datenschutz

Vorlese-Funktion