Pressemitteilung Nr. 090 vom 17.07.2020 Schülerlandeswettbewerb 'Erinnerungszeichen': Bayerische Schülerinnen und Schüler geben mit ihren kreativen Beiträgen der Geschichte ein Gesicht

Kultusminister Piazolo und Landtagspräsidentin Ilse Aigner gratulieren den Siegern zu ihren Erfolgen - 28 Schülerprojekte mit Landes- und Sonderpreisen ausgezeichnet

MÜNCHEN. „Der Geschichte ein Gesicht geben“ – unter diesem Motto rief der diesjährige Schülerlandeswettbewerb ‚Erinnerungszeichen‘ Schülerinnen und Schüler aller Schularten dazu auf, regionale und lokale Geschichte anhand der Biographien historischer Persönlichkeiten oder einzelner Personen bzw. Personengruppen lebendig werden zu lassen. 28 Schülerprojekte werden für ihre sehr gut recherchierten und kreativ aufbereiten Beiträge nun ausgezeichnet. Die siegreichen Schülerinnen und Schüler können sich über Geldpreise sowie Aufenthalte in Jugendherbergen freuen.

Kultusminister Piazolo gratulierte den Siegern zu ihrer herausragenden Leistung: „Ihr seid in eurem regionalem Umfeld auf eine spannende Spurensuche gegangen und habt Menschen gefunden, die mit ihrem Leben und Wirken Geschichte geschrieben haben. Damit habt ihr der Geschichte über reine Daten und Fakten hinaus ein Gesicht gegeben. Euer Engagement beeindruckt mich sehr.“ Zur Bedeutung des Wettbewerbs erklärte Piazolo: „Der traditionsreiche Geschichtswettbewerb ‚Erinnerungszeichen‘ motiviert die Kinder und Jugendlichen, sich intensiv mit vergangenen Ereignissen und Entwicklungen in ihrer Heimat auseinanderzusetzen. Sie lernen, dass Geschichte mehr ist als etwas Fernes, weit zurück Liegendes in den Geschichtsbüchern, sondern von Menschen erlebt und geprägt wurde und konkrete Auswirkungen auf unsere Gegenwart hat. Das fördert das Geschichtsbewusstsein unserer jungen Menschen.“

Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner übermittelt ihre Glückwünsche: „Nur wer die Vergangenheit kennt und versteht, kann daraus Lehren für die Zukunft ziehen – und damit unsere Demokratie stärken. Die Jugendlichen haben mit ihren tollen Beiträgen gezeigt, wie das gelingen kann. Das ist wirklich beachtlich – herzlichen Dank!“

Schüler erforschen Geschichte und Kultur ihrer Heimat

Der Schülerlandeswettbewerb wird vom Bayerischen Kultusministerium in Zusammenarbeit mit dem Haus der Bayerischen Geschichte und weiteren Kooperationspartnern veranstaltet. Die Schirmherrschaft haben die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, und Kultusminister Michael Piazolo übernommen. Im Jahr 2019/2020 haben rund 1440 Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Altersstufen die Erinnerungszeichen und Spuren untersucht, die bekannte, weniger bekannte und unbekannte historische Persönlichkeiten in ihrer Region hinterlassen haben. Insgesamt ging die Rekordzahl von 130 Beiträgen bei der Jury ein. Die Einzel- oder Gruppenarbeiten reichten von selbstverfassten Texten und Internetseiten über Videoreportagen bis hin zu Geschichtspodcasts und virtuellen, historischen Spaziergängen.

Die aktuell laufende Wettbewerbsrunde steht unter dem Motto „1945 – Kriegsende in Bayern“, Einsendeschluss ist der 19. März 2021. Weitere Informationen unter https://www.erinnerungszeichen-bayern.de/.


Die Hauptpreisträger im Wettbewerb ‚Erinnerungszeichen‘ 2019/2020:

Förderzentrum

- Greta-Fischer-Schule Dachau; Myrian Bergeron – die gute Seele für die Kinder (1. Landespreis)

- Anni-Braun-Schule München; Johann Baptist Modler – ein Handwerker des Rokoko (2. Landespreis)

- Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte Nürnberg; Margarete Tanner – Ein Leben für Sehbehinderte (3. Landespreis)

Grundschule

- Grundschule Nördlingen-Mitte; Maria Holl – Die Hexe von Nördlingen (1. Landespreis)

- Christoph-Kolumbus-Grundschule Ingolstadt; Musikalische Erinnerungszeichen in Ingolstadt – Auf den Spuren Adolph Scherzers (2. Landespreis)

- Rehbühlschule Weiden; Aventin – Eintrag in ein Freundschaftsbuch (3. Landespreis)

- Grundschule Hohenpolding; Die Aicher aus Mannseich (Sonderpreis der Bayerischen Einigung)

Mittelschule

- Christian-Morgenstern-Mittelschule Herrsching; Die starke Frau von Wartaweil (1. Landespreis)

- Mittelschule Ursensollen; Mein Tagebuch von Georg Lautenschlager 1941-1945 (2. Landespreis)

- Mittelschule Marktheidenfeld; Rudolf Albert von Kölliker und die Straße der Gelehrten (3. Landespreis)

Realschule

- Wolffskeel- Realschule Würzburg; Das Adelsgeschlecht Wolffskeel – Vorbild für unseren Schulalltag (1. Landespreis)

- Johannes-Hartung-Realschule Miltenberg; Den Juden Miltenbergs ein Gesicht und eine Stimme geben (2. Landespreis)

- Staatliche Realschule Naila; Der Geschichte ein Gesicht geben: Der Mauerfall in unserer Region (3. Landespreis)

- Mädchenrealschule St. Josef Schwandorf; Gib Geschichte ein Gesicht – eine historische Reise durch Schwandorf (Sonderpreis der Bayerischen Einigung)

Berufliche Schulen

- Berufliche Oberschule Regensburg; Über ein halbes Jahrtausend Thurn und Taxis (1. Landespreis)

- Berufliche Oberschule Unterschleißheim; Biografien jüdischer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der Flachsröste Lohhof (2. Landespreis)

- Berufliche Oberschule Aschaffenburg; Aschaffenburger Gesichter und Geschichten (3. Landespreis)

Gymnasium (5.-9. Jahrgangsstufe)

- Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen; Josef Guido Emil Squindo – Ein kurzes Leben für die Kunst (1. Landespreis)

- Maria-Ward- Gymnasium Augsburg; Unser Weg mit Wolfgang Bernheim
(2. Landespreis)

- Staatliche Gesamtschule Hollfeld; Unterwegs mit den Romantikern in und um Waischenfeld (3. Landespreis)

- Gymnasium Casimirianum Coburg; 200 Jahre Victoria & Albert (Sonderpreis des Deutschen Jugendherbergswerks)

- Luisengymnasium München; Prinzessin Ludovika und das Luisengymnasium – Wie hängt das zusammen? (Sonderpreis des Deutschen Jugendherbergswerks)

Gymnasium (10.-12. Jahrgangsstufe)

- Augustinus-Gymnasium Weiden; Der Geschichte ein Gesicht geben
(1. Landespreis)

- Deutschherren-Gymnasium Aichach; Eine Kiste voller Briefe (2. Landespreis)

- Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium Hof; Hofer Juden während der NS-Zeit – Familie Franken (3. Landespreis)

- Caspar-Vischer-Gymnasium Kulmbach; Neuanfang – Kulmbach in der Nachkriegszeit 1945-1952 (Sonderpreis der Bayerischen Einigung)

- Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim; Zwangsarbeit in der Flachsröste Lohhof (Sonderpreis der Bayerischen Sparkassenstiftung)

- Gymnasium Geretsried; Ein historischer Spaziergang durch Föhrenwald-Waldram (zusätzlicher Sonderpreis für kreative Umsetzung)

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