Pressemitteilung Nr. 121 vom 02.10.2020 Huml und Piazolo: Neue Pflegeausbildung erfolgreich gestartet - Großer Andrang bei neuer generalistischer Ausbildung in Pflegeberufen

Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Michael Piazolo betonen stetig wachsende Bedeutung der Pflege

Die neue generalistische Pflegeausbildung in Bayern ist erfolgreich gestartet: mehr als 7.800 Auszubildende haben im ersten Jahr mit der neuen Pflegeausbildung begonnen. Dies bedeutet eine Steigerung der Ausbildungszahl zum Vorjahr um rund 10 Prozent. Darauf haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Michael Piazolo am Freitag hingewiesen.

Mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres tritt an die Stelle der bisherigen unterschiedlichen Ausbildungen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege nun erstmals eine generalistische Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann. Mit dieser Neuerung wurde ein altersgruppenübergreifendes flexibles Berufsbild geschaffen, durch das die Fachkräfte nach erfolgreicher Ausbildung in den unterschiedlichsten Versorgungsbereichen arbeiten können.

Das Modell kommt an: Den aktuellen Zahlen der Pflegeausbildungsfonds Bayern GmbH zufolge haben im ersten Jahr der neuen Pflegeausbildung mehr als 7800 Auszubildende mit dem Berufsziel Pflegefachfrau und Pflegefachmann eine Ausbildung begonnen. Dies bedeutet eine Steigerung der Ausbildungszahl zum Vorjahr um rund 10 Prozent.

Gesundheitsministerin Melanie Huml und Kultusminister Michael Piazolo freuen sich sehr über das große Interesse an der neu geschaffenen Ausbildung.

Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Um mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, brauchen wir auch eine attraktive Ausbildung. Deshalb ist die generalistische Ausbildung ein wichtiger Fortschritt! Die Ausbildungsinhalte sind moderner und es gibt mehr Praxisanleitung.  Das Profil des Pflegeberufs als Gesundheitsfachberuf wird gestärkt - und es wird sogenannte vorbehaltene Tätigkeiten geben, die nur von Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern erbracht werden dürfen. Ferner wird die zusätzliche Möglichkeit einer generalistischen Pflegeausbildung an Hochschulen eröffnet."

Kultusminister Michael Piazolo: „Die Steigerung der Ausbildungszahlen ist ein hocherfreuliches Signal. Gerade während der Coronapandemie hat sich deutlich gezeigt, wie systemrelevant die Pflegeberufe sind. Mein Dank gilt den Leitungen und Kollegien der rund 190 bayerischen Berufsfachschulen für Pflege, die unter wirklich besonderen Umständen mit viel Arbeit und Engagement bei diesem weitreichenden Neuordnungsprozess einen wichtigen Beitrag leisten.“

Finanzierung neu geregelt

Teil dieser Rahmenbedingungen ist neben der Attraktivität des flexiblen und zukunftsweisenden neuen Berufes auch die neu aufgestellte Finanzierung der Pflegeausbildung. Nach den Vorgaben des Pflegeberufsgesetzes zahlen nun neben den Kranken- und Pflegekassen sowie dem Freistaat Bayern alle Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste in einen Ausbildungsfonds ein, unabhängig davon, ob die Einrichtungen ausbilden oder nicht. Diese solidarische Verteilung sorgt dafür, dass die Kosten der Ausbildung gleichmäßig auf alle Schultern verteilt werden.

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