Schülerwettbewerb „Wege zur Freiheit“ Schüler lassen die Geschichte der DDR und des Mauerfalls lebendig werden

Öffnung des Grenzübergangs Mödlareuth an der bayerisch-thüringischen Grenze am 9. Dezember 1989
Öffnung des Grenzübergangs Mödlareuth an der bayerisch-thüringischen Grenze am 9. Dezember 1989

2019 jährte sich der Mauerfall zum 30. Mal: Die Bayerische Landeszentrale für Poltisiche Bildungsarbeit (BLZ) veranstaltete aus diesem Anlass einen Schüler- und Jugendwettbewerb. Nun wurden die Gewinner des Wettbewerbs ausgezeichnet.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo

Schülerinnen und Schüler aus sieben bayerischen Schulen wurden für ihre Beiträge im Schülerwettbewerb „Wege zur Freiheit“ der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit ausgezeichnet. Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo gratulierte in einer Video-Grußbotschaft: „Ich freue mich, die Arbeiten von unseren Schülerinnen und Schülern auszuzeichnen, die mit ihren Beiträgen zum Schülerwettbewerb ein wichtiges Kapitel in der deutschen Geschichte aufgeschlagen und nachgezeichnet haben: Das Alltagsleben in der Diktatur der ehemaligen DDR und die Suche ihrer Bürger nach Wegen, die hin zu Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat führen. Es ist noch gar nicht so lange her, dass Deutsche in diesem Land nicht frei waren in ihrer Lebensführung sowie in ihren politischen und beruflichen Entscheidungen. Deswegen darf bei der jüngeren Generation auch dieser Teil der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten.“ Die persönliche Übergabe der Preise durch den Kultusminister an die jungen Geschichtsfans musste in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider entfallen.

Über den Wettbewerb „Wege zur Freiheit“

Anlässlich des Jubiläums des Mauerfalls und der deutschen Einheit waren Schülerinnen und Schüler im vergangenen Jahr dazu aufgerufen worden, in ihren Projekten auf historische Spurensuche zu gehen und individuelle Wege zur Freiheit zu erforschen. Dazu haben sie Videos gedreht, Hörfunkbeiträge erstellt, Geschichten geschrieben, Bilder gezeichnet, Zeitzeugen befragt und die Ergebnisse in Interviews dokumentiert. Kultusminister Piazolo zeigte sich von den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen begeistert: „Alle Gewinnerinnen und Gewinner haben ihre Arbeiten mit einem feinen Blick für historische Details gestaltet, die sie anhand von konkreten Einzelschicksalen und Biographien veranschaulichen. Durch diese individuellen Geschichten wird die Lebenswelt der Menschen in der DDR, die Unterdrückung ihrer Bürger sowie die Geschichte des Mauerfalls lebendig.“

Folgende Schulen wurden für ihre Wettbewerbsbeiträge ausgezeichnet:

  • FOSBOS Aschaffenburg: Hauptpreis für Interviews mit Angehörigen zur Flucht aus der DDR
  • Max-Mannheimer-Gymnasium Grafing : Hauptpreis für das Video „Mauerdrama“
  • Staatliche Realschule Hirschaid: Siegerpreis für ein Video als Beitrag der digitalen Schülerzeitung YOU RSH mit Informationen zur innerdeutschen Grenze
  • Mittelschule Neunburg vorm Wald: Hauptpreis für eine Bildergeschichte „Vater und Sohn“ nach Erich Ohser mit dem Titel „Freude über den Mauerfall“
  • Fremdsprachenschule Nürnberg: Hauptpreis für eine Kurzgeschichte zur Flucht einer Familie in zwei Etappen
  • Berufsschule I Passau: Sonderpreis für ein Video zur Spurensuche im Dreiländereck und ein Zeitzeugeninterview mit 1945 Vertriebenen
  • Mittelschule Waldsassen: Hauptpreis für einen Radiobeitrag mit einem Zeitzeugenbericht einer Lehrerin über ihre Flucht aus der DDR via Prag

Weitere Informationen

Vorlese-Funktion