Kulturstaat Bayern - Förderung von Kunst und Kultur - page 102-103

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Kulturelle Bildung
Kulturelle Bildung
Kinder- und Jugendkunstschulen wird
seit dem Jahr 2013 vom Staatsministe­
rium für Bildung und Kultus, Wissen­
schaft und Kunst auch institutionell
gefördert. Zukünftig ergeben sich hier
Formen der Zusammenarbeit, die für
Lehrkräfte und Schüler künstlerische
Arbeitsweisen in den schulischen Alltag
integrieren.
Das Museumspädagogische Zentrum
(MPZ) in München wird vom Freistaat
Bayern und der Landeshauptstadt Mün­
chen als gemeinsame Einrichtung betrie­
ben. Das Zentrum hat die Aufgabe, die
Bildungsarbeit der Schulen und anderer
Bildungseinrichtungen durch Unterricht,
Führungen und andere Veranstaltun­
gen in Zusammenarbeit mit den Mu­
seen, Sammlungen und Ausstellungen
in Bayern, insbesondere in München,
zu unterstützen und didaktische Pro­
gramme für unterschiedliche Zielgrup­
pen anzubieten. Das MPZ bietet in den
kunst- und kulturhistorischen sowie den
naturwissenschaftlichen Museen und
Sammlungen Münchens und auch bay­
ernweit Führungen für Schulklassen aller
Schularten und aller Jahrgangsstufen an,
die speziell für die jeweiligen Voraus­
setzungen und Bedürfnisse der Kinder
und Jugendlichen entwickelt werden.
Entdeckerfreude, Spaß und Kreativität,
verbunden mit zielgerichtetem Lernen
und Tun, geben dabei den Ton an. An
den Museumsbesuch schließen sich
häufig praktische Arbeiten in einem der
MPZ-Studios an, wie z.B. Malen, Zeich­
nen und Werken, szenisches Spiel oder
naturwissenschaftliches Experimen­
tieren. Auch Kindergartenkinder sind
beim MPZ gut aufgehoben. Für sie hat
das MPZ in enger Zusammenarbeit mit
Sozialpädagogen und Erziehern für die
verschiedenen Museen und Sammlun­
gen ein altersgerechtes Führungsangebot
entwickelt, das auf die frühpädagogi­
schen Erkenntnisse und Erfordernisse
zugeschnitten ist. Einen Schwerpunkt in
der Arbeit des MPZ bildet die Fortbil­
dung von Lehrkräften und Teilnehmern
von Studienseminaren sowie von Erzie­
herinnen und Erziehern. Das umfangrei­
che Angebot richtet sich an Lehrkräfte
der allgemeinbildenden Schulen und
besonders auch der beruflichen Schu­
len beziehungsweise an Erzieherinnen
und Erzieher der Kindergärten und
Tagesstätten. Das MPZ veröffentlicht
auch thematische Handreichungen, um
Museumsbesuche zu unterstützen. Diese
unterscheiden sich von üblichen Kata­
logen vor allem durch die didaktische
Aufbereitung von Sachinformationen.
Gerade die Integration von Kindern mit
Migrationshintergrund oder aus sozial
schwachen Schichten wird von den
museumspädagogischen Einrichtungen
beispielhaft betrieben. Spracherwerb im
Museum, Enkulturation durch Lernen
am Exponat, Verstehen durch Begreifen
im buchstäblichen Sinne sind nur drei
Projekte einer wachsenden Anzahl bay­
ernweiter Angebote.
Alle hier angedeuteten Formen der Zu­
sammenarbeit zwischen Schule und
externen Kunst- und Kulturanbietern
werden nur sinnvoll und möglich durch
die hohe Qualität der bayerischen
Kunst-, Musik- und Theaterlehrer, die
an hervorragenden Ausbildungsstätten
ihre fachliche und pädagogische Profes­
sion erhalten.
Jugendliche, die sich zu einem
»Junior-Assistent Ensemble-Leitung«
ausbilden lassen – ein Projekt
des Bayerischen Musikrats.
Das Museumspädagogische
Zentrum (MPZ) in München
hat viel zu bieten.
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