Aushilfsnehmer verschiedener Schularten (Vertretungslehrkräfte, Team-Lehrkräfte)

Allgemeine Informationen

Wenn Sie überlegen, als Vertretungslehrkraft oder Team-Lehrkraft zu arbeiten, finden Sie hier Informationen, Formulare und Hilfestellungen für den Einstieg.

Aushilfsnehmer kommen an den bayerischen Schulen bei kurzfristig auftretendem Vertretungsbedarf zum Einsatz – etwa wenn eine Stammlehrkraft vertreten werden muss, die bspw. wegen längerer Krankheit ausfällt oder sich in Elternzeit befindet. Die Aushilfsnehmer schließen meist einen befristeten Vertrag für die Dauer des Ausfalls der betreffenden Stammlehrkraft ab und sind in der Regel nur an einer Schule tätig.

Im Schuljahr 2020/2021 ergibt sich ein erhöhter Bedarf an Aushilfsnehmern, da wegen der Corona-Pandemie einige Lehrkräfte z. B. aufgrund individueller Risikosituationen nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können. Aus diesem Grund werden neben den regulären Vertretungslehrkräften auch Personen gesucht, die als „Team-Lehrkraft“ unterrichten und mit einer Stammlehrkraft zusammenarbeiten.

Weitere Informationen haben wir in den folgenden FAQs für Sie zusammengestellt.

Wie unterscheiden sich die Aufgaben einer Vertretungslehrkraft und einer Team-Lehrkraft?

Ziel ist es, ab September 2020 den Präsenzunterricht wieder nach Stundenplan abzuhalten. Nicht alle bayerischen Lehrkräfte können jedoch aufgrund der Corona-Pandemie im Schuljahr 2020/2021 ihren Unterricht im Präsenzunterricht abhalten, bspw. weil sie zu einer Risikogruppe gehören. Diese Lehrkräfte sind jedoch weiter im Dienst, den sie z. B. aus dem Homeoffice heraus leisten. Aus diesem Grund können zum neuen Schuljahr erstmals sog. Team-Lehrkräfte eingestellt werden.

Als Team-Lehrkraft

  • übernehmen Sie den Präsenzunterricht einer Stammlehrkraft, die coronabedingt nicht selbst vor der Klasse stehen kann.
  • bereiten Sie den Unterricht für gewöhnlich gemeinsam mit der Stammlehrkraft, die für die jeweilige Klasse bzw. das jeweilige Fach eingeteilt ist, vor und nach – Sie haben also einen „Coach“ an Ihrer Seite, der Sie in pädagogischen und fachlichen Fragen unterstützt.

Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, dass der Präsenzunterricht für unsere Schülerinnen und Schüler wie geplant stattfinden kann.

Als Vertretungslehrkraft

  • sind Sie z. B. zur Krankheitsvertretung an einer Schule und  
  • werden zwar nicht durch eine Stammlehrkraft begleitet, können aber selbstverständlich mit einer entsprechenden Mitbetreuung durch die Schulen rechnen (z. B. durch die Fachschaft).

Was bietet Ihnen der Freistaat Bayern?

Als Aushilfsnehmer erhalten Sie einen befristeten Arbeitsvertrag, i. d. R. für die Dauer des Ausfalls einer Lehrkraft. Da mit einem Impfstoff gegen Covid-19 wohl nicht vor Sommer 2021 zu rechnen ist, werden Verträge von Team-Lehrkräften i. d. R. über das gesamte Schuljahr 2020/21 geschlossen.

Ihre Bezahlung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder und ist abhängig von der Schulart, an der Sie eingesetzt sind, Ihrem Studienabschluss sowie ggf. auch von den von Ihnen studierten Fächern.

Beschäftigungsmöglichkeiten in Teilzeit wird es an vielen Schulen geben.

Welche Qualifikationen muss ich mitbringen?

Für eine Tätigkeit als Vertretungslehrkraft ist grundsätzlich ein erfolgreich abgeschlossenes Lehramtsstudium (Erste und Zweite Staatsprüfung) erforderlich. In Einzelfällen, ggf. auch an den Förderschulen, können fachspezifische Bedarfe auch mit Absolventen anderer einschlägiger Hochschulstudiengänge gedeckt werden. Im Bereich der beruflichen Schulen kommen auch Meister und Techniker einschlägiger Fachrichtungen oder vergleichbar ausgebildete Personen in Betracht, um den fachpraktischen Unterricht abzudecken.

Für eine Tätigkeit als Team-Lehrkraft im Schuljahr 2020/2021 (Corona-Sondersituation) können sich Bewerber mit den folgenden Qualifikationen bewerben:

  • Personen mit abgeschlossenem Lehramtsstudium (1. und 2. Staatsprüfung) aller Schularten,
    • die zum Schuljahr 2020/21 kein Einstellungsangebot für den staatlichen Schuldienst erhalten (Achtung: Volleinstellung im Bereich Grund-, Mittel- und Förderschule – daher keine Einstellungsmöglichkeit für Lehrkräfte dieser Schularten) und auch
    • nicht in einem Beschäftigungsverhältnis zu einem kommunalen oder privaten Schulträger stehen.

Je nach Lehramtsbefähigung und Fächerverbindung ist bei voll ausgebildeten Lehrkräften auch ein Einsatz ohne „Teambegleitung“ möglich.

  • Personen mit einem anderen abgeschlossenen Hochschulstudium (Master, Magister, Diplom, auch Bachelor; sonstige Staatsexamina)
  • Auch Lehramtsstudierende höherer Fachsemester können als Team-Lehrkraft tätig sein.

Pädagogisches Geschick, kommunikatives Talent und die Fähigkeit zur Arbeit im Team sind ebenso von Vorteil wie Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendarbeit.

Darüber hinaus müssen Sie natürlich neben der fachlichen Qualifikation auch persönliche Zuverlässigkeit und Integrität mitbringen.

Über das Vorliegen der Eignung und der für den Einsatz im Unterricht notwendigen Fachkompetenz entscheiden jeweils die Schulleiterinnen und Schulleiter. Im Bereich der Grund- und Mittelschulen arbeiten die Schulen mit den Schulämtern zusammen.

Wie bewerbe ich mich als Aushilfsnehmer?

Die Erfassung aller Bewerber (Vertretungslehrkräfte, Team-Lehrkräfte) erfolgt grundsätzlich über ein zentrales Bewerberportal. Dort werden Ihre Daten erfasst. Sie können auswählen, an welchen Schularten und in welchen Regionen Sie sich einen Einsatz vorstellen können. Außerdem geben Sie an, ob Sie sich eine Arbeit als Vertretungslehrkraft und / oder Team-Lehrkraft vorstellen können. Im Bedarfsfall nehmen die Schulen bzw. Schulämter nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Registrierung direkt mit Ihnen Kontakt auf.

Grund- und Mittelschullehrkräfte sowie Lehrkräfte für Sonderpädagogik, die als Vertretungslehrkraft tätig sein möchten, melden sich bitte über eine der folgenden Homepages:

Darüber hinaus kann es nützlich sein, sich direkt mit Ihrer Wunschschule bzw. mit dem für Ihre Wunschschule zuständigen Schulamt (Grund- und Mittelschule) bzw. der Regierung (Förderschule) in Verbindung zu setzen, um den Bedarf vor Ort zu klären und dort Ihre Kontaktdaten für den Bedarfsfall zu hinterlassen. Viele Schulen legen einen eigenen „Vertretungspool“ aus an einer Vertretungslehrertätigkeit interessierten Personen an, die sich eine Beschäftigung an ihrer Schule vorstellen können. In diesem Fall schließt der Schulleiter im Regelfall mit Ihnen zunächst eine Rahmenvereinbarung ab. Kontaktdaten von Schulen finden Sie über unsere Schuldatenbank.

Auch werden Angebote von Schulen für befristete Stellen direkt veröffentlicht. Sie finden diese in den separaten Seiten für Gymnasien, für Realschulen bzw. für berufliche Schulen und Fach- und Berufsoberschulen. Selbstverständlich können Sie sich auf eine dieser ausgeschriebenen Stellen bewerben und gleichzeitig über das zentrale Bewerberportal registrieren.

Das zentrale Bewerberportal erreichen Sie über den Link www.km.bayern.de/vertretung/index.php.

Habe ich einen Anspruch darauf, eine Stelle als Aushilfsnehmer zu erhalten?

Ein Anspruch auf einen konkreten Einsatz im Vertretungsfall besteht nicht. Die Schulleitung entscheidet, ob Sie nach Eignung, Befähigung und fachlichen Leistungen als Vertretungskraft geeignet sind.

Je weiter Sie jedoch die Einsatzmöglichkeiten (verschiedene Schularten und Regionen) bei Ihrer Registrierung im Bewerberportal für Aushilfsnehmer fassen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie zum Zug kommen.

Die Schulleitung bzw. das Staatliche Schulamt / die Regierung sucht die am besten geeigneten Bewerber aus. Dabei gilt grundsätzlich ein Vorrang für Laufbahnbewerber/-innen (Personen mit Lehramtsbefähigung). Schwerbehinderte Bewerber und Bewerberinnen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt.

Wie geht es weiter, wenn ein Schulleiter mich einsetzen möchte?

Im konkreten Vertretungsfall an der Schule wird mit Ihnen ein befristeter Vertrag auf der Grundlage des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) geschlossen. Um hier eine Eingruppierung und damit Ihre korrekte Vergütung sicherzustellen, sind detaillierte Angaben erforderlich.

Um die Entgeltzahlung durch das zuständige Landesamt für Finanzen zu ermöglichen, sind auch einige Unterlagen mit Blick auf die Entgeltzahlung vorzulegen.

Im Folgenden finden Sie die notwendigen Formulare sowie Hinweise auf die im Übrigen vorzulegenden Unterlagen. Wenn Sie mit dem Schulleiter Ihrer Wunschschule ein Gespräch wegen eines möglichen Einsatzes als Aushilfsnehmer an der Schule führen, empfiehlt es sich, die notwendigen Unterlagen und die Formulare bereits ausgefüllt mitzubringen. Bei Fragen wird Sie die Schulleitung gerne unterstützen.

Bei der Einstellung als Vertretungs- oder Team-Lehrkraft wird zwischen einer erstmaligen und einer weiteren bzw. erneuten Beschäftigung unterschieden.

Was muss ich wissen, wenn ich zum ersten Mal Aushilfsnehmer bin?

Nachdem Sie sich mit einem Schulleiter einig geworden sind, dass Sie als Aushilfsnehmer an der Schule anfangen, füllen Sie zunächst die unten verlinkten PDF-Formulare aus und unterzeichnen an den dafür vorgesehenen Stellen. Ebenso die Formblätter. Diese Formulare erhalten Sie in der Regel von der jeweiligen Schulleitung.
Darüber hinaus unterzeichnen Sie gemeinsam mit der Schulleitung das Formblatt über Belehrungen und Erklärungen der Vertretungskraft.

Dieses enthält:

  • Fragebogen zur Prüfung und Belehrung über die Pflicht zur Verfassungstreue im öffentlichen Dienst
  • Fragebogen zur Prüfung der Beziehungen zur Scientology-Organisation
  • Niederschrift über die Verpflichtung nach dem Verpflichtungsgesetz und über die Vereidigung aufgrund des Art. 187 der Bayerischen Verfassung
  • Erklärung zur Belehrung über die gesundheitlichen Anforderungen an Vertretungskräfte
  • Erklärung zur Kenntnisnahme vom Verbot der Annahme von Belohnungen oder Geschenken
  • Erklärung zum Hinweis auf die tarifliche Ausschlussfrist
  • Bestätigung über die Aushändigung von Auszügen aus dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) und dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG)
  • Hinweis für Lehrkräfte, die an staatlichen Schulen im Rahmen eines befristen Arbeitsvertrages bzw. nebenamtlich eingesetzt sind
  • Befristungsvereinbarung (diese ist zwingend vor dem Dienstantritt abzuschließen)

Folgende Unterlagen sind außerdem notwendig:

  • Eine von der Schulleitung beglaubigte Kopie eines amtlichen Dokuments zum Nachweis persönlicher Daten (z. B. Personalausweis oder Auszug aus dem Familienbuch)
  • Zeugnis über die abgeschlossene fachliche Ausbildung (eine von der Schulleitung beglaubigte Kopie)
  • Nachweise (z. B. Arbeitszeugnisse) über frühere Beschäftigungen bei anderen Arbeitgebern und ggf. Nachweise über Zeiten selbstständiger Tätigkeiten (eine von der Schulleitung beglaubigte Kopie)
  • Sozialversicherungsausweis (eine von der Schulleitung beglaubigte Kopie)
  • Nachweis über Schwerbehinderung (soweit zutreffend)
  • Amtliches erweitertes Führungszeugnis gem. § 30 a BZRG (Beantragung beim Einwohnermeldeamt am Wohnsitz der Vertretungskraft). Dem Antrag auf Erstellung des erweiterten Führungszeugnisses ist eine Bestätigung beizufügen, für welche Tätigkeit das Führungszeugnis benötigt wird. Diese Bestätigung erteilt die Schulleitung.
  • Aufenthaltserlaubnis (bei ausländischen Vertretungskräften ohne EU-Staatsangehörigkeit)
  • Gegebenenfalls Nachweis über die Befreiung von der gesetzlichen Kranken-/ Rentenversicherungspflicht bzw. Mitgliedsbescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse
  • Gegebenenfalls Gehaltsmitteilung eines weiteren Arbeitgebers
  • Gegebenenfalls einen geeigneten Nachweis zur Elterneigenschaft

Die Schulleitung übermittelt die Unterlagen an die zuständige Regierung bzw. im Bereich der Gymnasien, Realschulen und Beruflichen Oberschulen an das Bayerische Landesamt für Schule.

Wie geht es weiter, wenn ich schon einmal Aushilfsnehmer war?

Im Falle einer Weiterbeschäftigung (ohne Unterbrechung) oder einer erneuten Beschäftigung als Aushilfsnehmer reduzieren sich die von Ihnen vorzulegenden Unterlagen auf folgende:

  • Erklärung der Lehrkraft
  • Befristungsvereinbarung
  • Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis
  • Gegebenenfalls Antrag auf Steuerbefreiung (falls zutreffend)
  • ggf. erstmalige Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses bei erneuter Beschäftigung (vgl. unten)

Eine Weiterbeschäftigung (ohne Unterbrechung) liegt auch vor, wenn Ruhestandsbeamte in unmittelbarem Anschluss an das aktive Beamtenverhältnis auf der Grundlage eines Arbeitsverhältnisses nach dem TV-L beschäftigt werden.

Eine erneute Beschäftigung ist gegeben, wenn eine Vertretungskraft bzw. ein Ruhestandsbeamter innerhalb einer Frist von einem Jahr seit dem letzten Arbeitsverhältnis erneut bzw. nach dem Ausscheiden aus dem Beamtenverhältnis erstmals in einem Arbeitsverhältnis beschäftigt wird.
Hat die Vertretungskraft oder der Ruhestandsbeamte bislang noch kein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt, so ist ein solches vor der erneuten Beschäftigung beizubringen. Sobald aber bereits einmal ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt wurde, gilt wieder der bislang praktizierte Grundsatz, dass im Fall einer erneuten Beschäftigung im o.g. Sinn kein neues Führungszeugnis vorzulegen ist.

Welche Rechte und Pflichten habe ich als Aushilfsnehmer?

Sie werden vom Schulleiter oder durch Lehrkräfte, die von diesem damit beauftragt wurden, in Ihrer Tätigkeit an der Schule unterstützt und beraten. Sie unterliegen bei Ihrer Aushilfstätigkeit den Weisungen der Schulleiterin bzw. des Schulleiters.

Als Vertretungskraft und als Team-Lehrkraft sind Sie Lehrkraft und tragen als solche die unmittelbare Verantwortung für den von Ihnen erteilten Unterricht und die Erziehung der Schülerinnen und Schüler. Auf die einschlägigen Bestimmungen des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG), der Dienstordnung für die Lehrkräfte an staatlichen Schulen in Bayern (LDO) und der Schulordnungen wird hingewiesen.

Sie dürfen grundsätzlich auch Nachweise des Leistungsstands gem. Art. 52 BayEUG erheben und bewerten und Erziehungsmaßnahmen ergreifen sowie Ordnungsmaßnahmen bis hin zum schriftlichen Verweis (Art. 86 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BayEUG) treffen.

Die folgende Kurzbroschüre kann Ihnen als Einstiegshilfe dienen:

Bewerberportal für Aushilfsnehmer

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